SICHERHEIT

Sicherheit von Mutter und Kind

Die Sicherheit von Mutter und Kind in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett hat bei uns im Geburtshaus Matthea oberste Priorität. Durch die langjährige Praxis als ausserklinische Hebammen können wir feststellen, dass das Empfinden von Sicherheit während der Geburt und dem ganzen Betreuungsbogen von Frauen und ihren Familien höchst individuell wahrgenommen wird.


Sicherheit kann wissenschaftliche Studien bedeuten oder auch Notfallmedikamente und medizinische Hilfeleistungen. Während der Geburt bedeutet es jedoch für die meisten Frauen, dass sie von einer Hebamme begleitet werden, die sie gut kennt und der sie vertrauen können.

Studien

Verschiedene Studien (Nationalfondsstudie 1993, CMAJ Reserach Studie aus Holland 2009) haben aufgezeigt, dass eine von Hebammen geleitete Geburt zuhause oder im Geburtshaus gleich sicher ist wie eine Geburt im Spital.

Die britische Gesundheitsbehörde NHS (National Health Service) kommt in ihren neuesten Richtlinien (NICE Guideline 190, 2015) sogar zum Schluss, dass von Hebammen geleitete Geburten ausserhalb der Spitäler für gesunde Schwangere sicherer sind, da sie signifikant weniger medizinischen Interventionen ausgesetzt sind als in Spitälern. Die NHS empfiehlt deshalb allen gesunden Frauen mit einer physiologischen Schwangerschaft zu Hause oder im Geburtshaus zu gebären.

Was wir zu Ihrer Sicherheit beitragen

Im Matthea Geburtshaus betreuen üblicherweise dieselben Hebammen die Geburt, welche Sie schon in der Schwangerschaft begleitet haben (Bezugshebammensystem). Es besteht so ein Vertauensverhältnis und die Hebammen kennen Ihre individuelle Situation gut (Schwangerschaftsverlauf, medizinische, psycho-soziale, familiäre Situation), was massgebend zur Sicherheit in der Betreuung beiträgt. Während der Geburt ist eine kontinuierliche 1:1 Betreuung durch die Hebammen gewährleistet. In der Regel ist am Ende des Geburtsprozesses und in der ersten Stunde nach der Geburt eine zweite Hebamme anwesend. Wir lassen Ihnen und Ihrem Kind die Zeit, welche eine natürliche Geburt benötigt und achten Ihr Selbst-​ und Mitbestimmungsrecht sowie Ihre Bedürfnisse.


Wir überwachen den Vorgang der Schwangerschaft und Geburt sowie die Wochenbett-​ und Stillzeit aufmerksam und halten uns an Leitlinien, welche unter Einbezug der Empfehlungen des Schweizerischen Hebammenverbandes, der Evidence based medicine, dem salutogenetischen Betreuungsmodell, der hebammenwissenschaftlichen Forschung, der traditionellen Hebammenkunst und unter Berücksichtigung langjähriger Erfahrung erstellt wurden. Interventionen werden nur dann eingesetzt, wenn es die medizinische Situation erfordert. Sie werden Ihnen klar und nachvollziehbar kommuniziert. Wir achten die Grenzen der ausserklinischen Geburtshilfe und arbeiten eng mit den umliegenden Kliniken (insbesondere universitäre Frauenklinik Basel und UKBB) sowie niedergelassenen Gynäkolog*innen und Kinderärzt*innen zusammen.

Bei einer sicheren Geburt ist der*die Partner*in ein wertvoller Teil in der Begleitung der Frau und wird von der Hebamme in die Betreuung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett miteinbezogen. Sicherheit findet statt, wenn Hebammen aufmerksam geschehen lassen – im Bewusstsein, jederzeit bei Komplikationen handeln zu können und im Wissen, dass gesunde Frauen grösstenteils aus eigener Kraft ihre Kinder gebären können, wenn sie dafür eine vertrauensvolle, geduldige Begleitung an ihrer Seite haben. Notfallsituationen treten in der ausserklinischen Geburtshilfe sehr selten auf. Die Nähe zur universitären Frauenklinik (3-5 min mit Auto) ermöglicht uns jedoch in einer Notfallsituation rasch zu reagieren. Die Hebammen bilden sich regelmässig weiter und sind insbesondere für Notfälle im ausserklinischen Setting auf dem neuesten Stand.